Die Weichen in die Zukunft sind gestellt: Die Caritas-Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe in Freiburg steht auf einem neuen Fundament und kann damit ihre erfolgreiche Arbeit weiterführen. Die traditionsreiche Bildungseinrichtung, die bislang von einem Verein getragen wurde, wird künftig als gemeinnützige GmbH geführt. Alleiniger Gesellschafter ist der Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg. Die betriebliche Neuaufstellung geht einher mit einem Standortwechsel und einer neuen Führungsmannschaft.
Mit der Neuformierung setzt der Freiburger Diözesan-Caritasverband ein klares Signal dafür, dass ihm angesichts des bestehenden Fach- und Führungskräftemangels in der Gesundheits- und Altenpflege die Bildungsarbeit in diesem Gebiet ein großes Anliegen ist. „Die Caritas-Akademie wird auch unter den veränderten Bedingungen ein Ort der Caritas sein, ein Ort des Austauschs und des Dialogs, von dem neue Perspektiven für die berufliche Entwicklung ausgehen werden“, ist Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Appel überzeugt. Die vor 47 Jahren gegründete Akademie bietet Fort- und Weiterbildungen für Mitarbeiter/innen und Führungsverantwortliche aus Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Altenhilfe, insbesondere aus der (teil-) stationären Altenhilfe/Altenpflege, Sozialstationen, Krankenhäusern, Hospizen und Schulen für Pflegeberufe an.
Grund für die Umgestaltung waren Veränderungen in der Mitgliederstruktur des Vereins, dem ursprünglich mehrere Diözesan-Caritasverbände, der Deutsche Caritasverband, der Katholische Krankenhausverband Deutschlands und zwei Berufsverbände für Pflegeberufe (KKVD) angehörten. Nachdem in den letzten Jahren die Basis des Trägervereins immer schmaler wurde, musste eine neue, zukunftsträchtige Lösung gefunden werden. Die Entscheidung, das Adelheid-Testa-Haus im Freiburger Stadtteil Wiehre, in dem die Caritas-Akademie bislang untergebracht ist, zu verlassen, wurde aus wirtschaftlichen Erwägungen getroffen. Ab September wird sie nun als mobile Akademie unterwegs sein und ihre Bildungsangebote in verschiedenen Tagungsstätten in Freiburg und anderen Regionen weiterführen und ausbauen. Dozenten und Verwaltung ziehen in freiwerdende Räume des St. Elisabeth-Krankenhauses an der Dreisam.
Die Weichenstellung in der Organisationsform geht einher mit einem Wechsel in Geschäftsführung und Akademieleitung. Martin Immenschuh, der als Geschäftsführer den Wandel in der Akademie maßgeblich vorbereitet und mitgestaltet hat, ist zum Ende des vergangenen Jahres ausgeschieden. Geschäftsführer der neuen gemeinnützigen GmbH ist Markus Duchardt, der diese Aufgabe zusätzlich zu seiner Referententätigkeit beim Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg wahrnimmt. Neuer Leiter der Caritas-Akademie wird Thomas Schneider, der bisher stellvertretender Akademieleiter war. Er tritt die Nachfolge von Agnes Bachmann an. Sie wechselt nach elf Jahren erfolgreicher Tätigkeit zum 1. April 2012 nach Regensburg, wo sie die Leitung der Katholischen Akademie für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen in Bayern übernimmt.
Betroffen von der Umgestaltung der Caritas-Akademie sind neben den Dozenten und Verwaltungskräften, die im August an den neuen Standort an der Dreisam umziehen werden, auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich des Empfangs und der Hauswirtschaft. Da sie nicht in die neue mobile Akademie übernommen werden können, versuchen Geschäftsführung und Akademieleitung anderweitige Beschäftigungsmöglichkeiten und Lösungen zu finden. „Wir sehen uns in der Verantwortung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber, die zum Teil über viele Jahre das Leben in der Caritas-Akademie mitgetragen haben“, so der neue Geschäftsführer Markus Duchardt.
Hinweis für die Redaktionen:
Für Rückfragen steht Ihnen Frau Ira Aupperle von der
Caritas-Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe, Tel. 0761 70861-121,
E-Mail: ira.aupperle@caritasakademie-freiburg.de gerne zur Verfügung.